Verfestigung

Frage: ich besitze ein Grundstück von 450qm im Außenbereich auf dem eine Gartenlaube steht. Das Grundstück befindet sich an einem öffentlichen Weg. Beidseitig von meinem Grundstück befinden sich jeweils vier weitere Grundstücke, welche mit Einfamilienhäusern bebaut sind. Mündlich wurde mir vom Amt mitgeteilt, dass es sich bei dem Land um Grünfläche handelt und die umliegenden Gebäude Bestandschutz haben, da diese noch aus DDR Zeiten stammen. Nun zu meiner Frage: Besteht eine Möglichkeit, eine Baugenehmigung zu erhalten und was wäre der argumentativ richtige Weg? Es handelt sich beim geplanten Bau um ein Geschoss mit Unterkellerung. Mir wurde der Rat gegeben, anzuführen, dass es sich bei dem Vorhaben um eine "innere Verfestigung" handelt. Ist darunter eine Lückenbebauung zu verstehen?

Antwort: Ich habe das Gefühl, ihr Ratgeber hat da etwas grundsätzlich falsch verstanden.
25. Nov 2008  Comments [2] | Email | Nach oben
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Holzfassade auf WDVS

Frage: zunächst einmal ein großes Lob für die sehr informative Internetseite. Nun meine Frage:

Wir beabsichtigen ein Haus von 1965 mit einem Wärmedämmverbundsystem von 20 Zentimetern zu dämmen. Es soll sich voraussichtlich um PS, EPS oder ähnliches. Um die Fassade aufzulockern möchten wir an einigen Stellen darüber eine Holzverschalung anbringen. Gibt es eine Möglichkeit die Holzverschalung über dem Dämmmaterial anzubringen, ohne dass Dämmmaterial durch Holzbalken zu unterbrechen, da die Holzbalken ja einen schlechteren Dämmwert als das PS oder EPS haben.

Antwort: Sie könnten mit Distanz- oder Justierschrauben und Dübeln eine Unterkonstruktion anbringen und darauf dann die Holzverkleidung befestigen.
22. Nov 2008  Comments [1] | Email | Nach oben
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Sichtschutz Terrasse Bayern

Frage: Sie verweisen darauf, dass eine Terrassenüberdachung, die eine Tiefe von 3 m oder die Fläche von 30 m² nicht überschreitet, genehmigungsfrei ist. Ich möchte zusätzlich die Terrassenüberdachung auf einer Seite mit einem Seitenteil verschließen. Das Seitenteil grenzt an die bereits vorhandene Terrassentrennwand zu unserem Reihenhausnachbarn an. Ändert sich die Rechtslage durch das Seitenteil und welche Höhe darf dieses Seitenteil maximal haben?

Antwort: Da Sie auf die 3m bzw. 30m² verweisen gehe ich davon aus, dass Sie in Bayern leben.
22. Nov 2008  Comments [1] | Email | Nach oben
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Lichtoeffnung zwischen Reihenhaeusern

Frage: wir überlegen in Wuppertal ein Grundstück mit drei versetzt gebauten Reihenhäusern zu bebauen. Da das mittlere Haus bezüglich der Lichtverhältnisse schlechter abschneidet, kommt immer wieder die Frage auf, ob es erlaubt wäre, z.B. undurchsichtige Lichtbänder an den zu den Nachbarn gerichteten Wandseiten anzubringen. Vielen Dank im Voraus!

Antwort: Davon abgesehen, dass die Lichtausbeute wohl äußerst bescheiden wäre, geht dies sowohl aus Brand- als auch aus Schallschutzgründen nicht.
22. Nov 2008  Comments [0] | Email | Nach oben
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Deckelschalung ohne Hinterlueftung

Frage: Unser Fassadenbauer hat uns mitgeteilt, dass nach aktuellem Stand der Technik eine Hinterlüftung einer vorgehängten Holzfassade nicht mehr ausgeführt wird!? Wir haben unser Haus aufgestockt, die neue Außenwand ist Unipor Wärmedämmziegel / Planziegel mit einer Wandstärke von 24cm. Außen soll jetzt eine 2-lagige Unterkonstruktion (kreuzweise) aus 4/6 Kanthölzern mit einer Dämmung der Gefache (kreuzlagig mit jeweils 60mm Thermohanf) drauf. Auf diese Unterkonstruktion kommt eine diffusionsoffene Unterdeckbahn als Winddichtigkeitsebene (Solitex). Darauf soll eine 3/5 Traglattung zur Aufnahme der Holzfassade. Die Holzfassade wird als Boden-Deckelschalung aus Lärche Glattkantbrettern (20/140) hergestellt. Ich hatte zwischen Winddichtigkeitsebene und Traglattung eine Hinterlüftung mit einer senkrechten 3/5 Konterlattung vorgeschlagen. Unser Fassadenbauer teilte mit, dass eine Hinterlüftung nach neuster Erkenntnis nicht mehr ausgeführt wird. Die Fassade würde bis zur Solitex gerechnet und komplett diffusionsoffen gehalten. Ist das korrekt???

Antwort: Solche Aussagen hört man immer wieder. Da wird dann auf Gutachten verwiesen, nach denen durch Windsog und –druck ausreichend Feuchtigkeit abgeführt wird, sodass auf eine Hinterlüftung verzichtet werden kann.
22. Nov 2008  Comments [2] | Email | Nach oben
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Carport an Giebelwand

Frage: mein Nachbar plant auf die Grundstücksgrenze (an die Hauswand meines Hauses) einen genehmigungspflichtigen Carport zu bauen. Wir wohnen in Baden-Württemberg. Nun meine Frage: Der Giebel an den gebaut werden soll, ist von ihm selbst, nach Abbrucharbeiten auf seinem Grundstück, nur sehr laienhaft gerichtet worden. Es handelt sich somit im oberen Bereich, ab 2 Meter, um eine 15er Wand mit Fachwerk, außen leicht mit Styropor gedämmt. Kann daran so einfach ein Carport errichtet werden.

Antwort: Wenn Grenzbebauung zugelassen ist, was bei Ihnen der Fall ist, dann kann Ihr Nachbar seinen Carport da auch hinbauen. Dieser wird ja auch so gebaut, dass er selbständig steht und nicht an Ihrer Giebelwand befestigt ist. Damit hat er auch keine Auswirkung auf Ihre Außenwand.
22. Nov 2008  Comments [0] | Email | Nach oben
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Kosten Gaube

Frage: Wir haben im Obergeschoß 4x Dachfenster 140x130cm. Nun sind diese nicht mehr intakt und der Austausch kostet für das Material 2200 Euro. Nun haben wir uns überlegt gleich Spitzdachgauben in etwa der selben Größe zu bauen. Nun benötigen wir dazu die Statik und Baugenehmigung, was kostet in etwa die Statik und das Material für die Gauben? Mein Mann (gelernter Dachdecker) würde die Gauben selbst bauen und einbauen. Im Voraus schon mal vielen Dank!

Antwort: Sie fragen mich, was eine Gaube kostet. Gegenfrage: was kostet ein Auto? Sie werden darauf antworten: das kommt darauf an, was für ein Auto. So ist es auch beim Bauen. Es kommt darauf an. Welche Größe, welche Ausführung, welches Material etc..
22. Nov 2008  Comments [0] | Email | Nach oben
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Fachwerk mit WDVS

Frage: S.g.Damen und Herren, folgendes Problem stellt sich mir:

Ich habe gerade ein neues Haus in Österreich gebaut, bei dem die Pläne durch zahlreiche Hände von fachkundigen Experten gegangen ist. Der Aufbau der Außenwand ist ein 20cm Vollholzriegel, bei dem der Zwischenräumen ausgemauert worden ist und sodann im Innenbereich mit Rigipsplatten verkleidet worden ist. An der Außenfront wurde eine OSB Platte vollflächig montiert und die Stöße mit Winddichtklebeband verklebt. In weiterer Folge wurde eine ESP 20cm Dämmplatte aufgebracht und mit Netz und Kleber verschmiert. Das ist der Status quo. Innen wurde keine Dampfsperre/ Dampfbremse aufgebracht, da man mir versichert hat, dass dies nicht notwendig sei.

Bei genauerer Betrachtung muss ich feststellen, dass ich mein Haus in der Konstruktion niemals dicht bekomme. Da sich das Fachwerk weiter bewegen wird und somit Risse und Fugen vorprogrammiert sind, werde ich immer mit warmer feuchter Luft von innen, in der Konstruktion rechnen müssen. Vielmehr musste ich bereits jetzt (nach 2 Monaten) feststellen, dass warme Luft von innen seinen Weg durch die Holzriegelkonstruktion sucht, außen an der Rückseite der ESP Platte hinaufsteigt bis zum höchsten Punkt, um dann am Dachvorsprung zu kondensieren.

Was mich besonders ärgert, ist der Umstand, dass ich diese Konstruktion nicht viel früher hinterfragt habe. Da habe ich mich zu sehr an den Planverfasser, Baubehörde und andere Stellen verlassen.

Nun meine Frage: was soll ich nun tun?

Die ganze Fassade wieder herunterreißen? Ich glaube, dass dort wo wir sie vollflächig geklebt haben, ich sie sowieso nicht wieder herunter bekomme. In die dichte Fassade viele Löcher bohren und das Styropor mit einem anderem diffusionsoffenen Dämmmaterial austauschen (z.B Zellulose)? Somit würde ich das Styropor als Trägermaterial für ein anderes Dämmmaterial verwenden. Dampfbremse oder Dampfsperre im Innenbereich wurde die ganze Optik im Innenbereich des Hauses ad absurdum führen. Ferner wäre es auch nicht mehr überall möglich.

Mit einem Dankeschön für ihre Bemühungen verbleibt ein mittlerweile verzweifelter Bauherr

Antwort: Ihre Verzweiflung kann ich nachvollziehen, die Aussage, die „Experten“, durch deren Hände Ihre Pläne gegangen sind, seien fachkundig, weniger.
21. Nov 2008  Comments [1] | Email | Nach oben
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