Lohnt sich eine Holzpelletsheizung

Frage: Wir tendieren bei der Frage, welche Heizungsanlage wir in unser Haus einbauen sollen, zu einer Holzpelletsheizung. Nun haben wir uns über die Preisentwicklung der Pellets informiert und dabei festgestellt, dass der Preis für Pellets im letzten Winter enorm gestiegen ist. Dies hat uns hinsichtlich der Amortisation des höheren Anschaffungspreises durch billigere Brennstoffpreise verunsichert. Wie beurteilen Sie diese Preisschwankungen bei den Pellets?

Antwort: Dass der Preis für Holzpellets im Winter 2006/2007, der ja gar kein richtiger Winter war, enorm gestiegen ist und kurzzeitig pro kWh sogar höher lag als der Heizölpreis, war meiner Meinung nach ein einmaliger Ausrutscher. Der Pelletsbereich wurde sozusagen zum Opfer des eigenen Erfolges. Wie Sie der untenstehenden Grafik des DEPV (Deutscher Energie-Pellet-Verband e.V.)/Solar Promotion GmbH entnehmen können, explodierte die Zahl der installierten Pelletsheizungen in Deutschland im Jahr 2006 förmlich von 44000 im Jahr 2005 auf 70000.
31. Dec 2007  Comments [0] | Email | Nach oben
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Poolueberdachung

Frage: Ich möchte für meinen Pool im Garten eine bewegliche Überdachung aus Plexiglas bauen (11x6x2m). Laut hessischer Bauordnung sind luftgetragene Schwimmbeckenüberdachungen bis 100m² Brutto-Grundfläche baugenehmigungsfrei. Meine Fragen: Was bedeutet luftgetragen? Sind trotz Genehmigungsfreiheit Abstände zum Nachbargrundstück zu beachten?

Antwort: Luftgetragene Überdachungen sind sogenannte Traglufthallen. Diese bestehen aus einer elastischen, am Boden abgedichteten Hülle, in der mit einem Gebläse ein leichter Überdruck erzeugt wird. Durch diesen Überdruck wird die Hülle getragen. In Hessen finden Sie eine solche z.B. im Waldschwimmbad-Rosenhöhe in Offenbach. Hier wird das Freibad in der kalten Jahreszeit durch die Traglufthalle zum Hallenbad.
30. Dec 2007  Comments [2] | Email | Nach oben
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Sonnenhaus, welche Bauweise, welcher Architekt

Frage: Nach sehr langer Suche haben wir nun endlich unser Grundstück gefunden. Doch die Suche nach einem geeigneten Architekten zieht sich ungeahnt in die Länge. Folgender Hintergrund: Nach längerer Recherche steht für uns fest, dass wir ein so genanntes Sonnenhaus bauen wollen. Das heißt, der Jahreswärmebedarf soll zu etwa 70 % über Kollektoren samt Speicher gedeckt werden. Das erfordert einige bauliche Besonderheiten. Es gibt im Umkreis zwar einen Architekten, der eines dieser Häuser bereits gebaut hat, doch der ist mehr im Bereich Holzständerbauweise tätig. Die Kollegen der Massiv-Front kennen das Sonnenhaus-Konzept bestenfalls vom Hörensagen. Wie sollen wir einen geeigneten Architekten finden? Ist es besser, einen Solar-Fuchs zu wählen, der sich dann in die Massivbauweise einarbeitet, oder einen Massiv-Profi, der sich die Solarthemen erarbeitet? Aus dem Bauch heraus würden wir nämlich gerne massiv bauen. Am liebsten (Bauchgefühl) mit den einschaligen Poroton T8 mit dämmender Perlit-Füllung. Die Kombination aus Ziegel plus Dämmhülle ist uns nicht so sympathisch, wobei wir da eigentlich zu wenig darüber wissen. Das ist eine reine Bauchsache. Wenn wir in dem Baugebiet andere Bauherren fragen, warum sie sich für dieses oder jenes System entschieden haben, bekommen wir keine verwertbaren Argumente. Meist heißt es der Architekt hat eben das geraten. Welche objektiven Argumente gibt es denn für das eine oder andere System? Wie Sie sehen sind wir leider immer noch dabei grundlegenden Fragen zu klären. Wir würden uns riesig freuen, wenn Sie uns dabei etwas behilflich sein könnten. Sicher geht es zahllosen Bauherren wie uns. Und nicht wenige gehen dann den Weg zum Fertighaus-Discounter, und die Wohngebiete sehen hinterher aus wie eine Musterhaussiedlung...

Antwort: Als erstes einmal Glückwunsch und Respekt dafür, dass Sie sich so eingehend mit dem Thema Energie- und Heizkostensparen bzw. Klimaschutz auseinander gesetzt haben und bereit sind, zunächst etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, um mittel- und langfristig sowohl Ihrem Geldbeutel als auch der Umwelt einiges zu ersparen. Dies ist leider immer noch nicht selbstverständlich. Bei der Beantwortung Ihrer Fragen würde ich gerne von hinten nach vorne vorgehen.
24. Dec 2007  Comments [1] | Email | Nach oben
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