Rohre reinigen – Verstopfte Abfluesse freibekommen

In Dusche und Badewanne, am Waschbecken oder in der Spüle in der Küche – verstopfte Abflüsse sind immer ein großes Ärgernis. Doch Speiseabfälle, Haare, Kalk oder andere Dinge sorgen in den meisten Haushalten dafür, dass Abflüsse in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen verstopfen und das Wasser dann nicht mehr abfließt. In der Fernsehwerbung sind immer wieder chemische Reiniger zu sehen, die das Rohr angeblich in Nullkommanichts wieder freibekommen. Doch diese Chemiekeulen belasten nicht nur die Umwelt und stellen eine Gefahr für ihre Anwender dar, sondern können auch zu Schäden in und am Rohr bzw. dem Abflusssystem führen. Der nachfolgende Ratgeber widmet sich deshalb dem Thema Rohrreinigung und versucht verschiedene einfache Mittel und Wege aufzuzeigen, um Abflüsse und Rohre dauerhaft sauber zu halten.

 

Chemische Abflussreiniger – Gefahr für Mensch und Umwelt

 

Wenn das Abflussrohr verstopft ist, dann sind chemische Reiniger eine beliebte und vor allem schnell wirksame Möglichkeit, um das Wasser wieder zum Abfließen zu bringen. Sie sind meist für wenige Euro im Supermarkt erhältlich und erweisen sich normalerweise als besonders einfach in der Anwendung. In der Regel handelt es sich um Abflussreiniger in flüssiger oder in Pulverform. Sie werden exakt dosiert in den Abfluss gekippt und anschließend wird Wasser hinzugegeben. Sie basieren zum Großteil auf Natriumhydroxid, welches sich durch das Vermengen mit Wasser in eine Natronlauge verwandelt, die anschließend das Rohr regelrecht freiätzt. Das klingt nicht nur gefährlich, sondern ist es auch und funktioniert zudem nicht immer.

 

Da die Wirkung nur schwer kontrolliert werden kann, ist es möglich, dass es zu Überhitzungen aufgrund der chemischen Reaktion kommt. Zudem können Ablagerungen und auch Klumpen entstehen, die dann eine noch stärkere Verstopfung mit sich bringen. Wer den Abfluss zuvor bereits mit einem anderen Reiniger bearbeitet hat, riskiert unter Umständen sogar eine weitere chemische Reaktion, welche die Entstehung von brennbaren oder hochgiftigen Gasen mit sich bringen kann. Genau deshalb raten Experten wie sie beispielsweise unter http://rohrexperte-düsseldorf.de/ zu finden sind, vom Einsatz dieser Chemiekeulen dringen ab. Nicht zuletzt sind sie schließlich auch hochgiftig für unsere Umwelt.

 

Altbewährte Hausmittel – Wirksam oder Humbug?

 

Viele Menschen schwören auf altbewährte Hausmittel, wenn es um die akute oder regelmäßige Reinigung von Abflüssen und Abflussrohren geht. Diese Hausmittel haben den Vorteil, dass sie meist sehr einfach und kostengünstig umzusetzen sind. Allerdings sind Effektivität und Wirksamkeit nicht immer gewährleistet. Ein echter Klassiker aus diesem Bereich ist die Bearbeitung des verstopften Abflussrohres mit Essig und Backpulver. Auch in diesem Zusammenhang steht wieder eine chemische Reaktion im Fokus, wobei diese nicht umweltbelastend ist. Das Backpulver wird in den Abfluss gegeben und anschließend mit Essig aufgegossen. Anschließend empfiehlt es sich den Abfluss sofort zu verschließen. Durch die Kombination von Backpulver und Essig entsteht Kohlensäure, die dabei helfen kann die Verstopfungen aus altem Fett, Seifenresten oder Haaren zu lösen.

 

Ein weiteres klassisches Hausmittel ist der Einsatz von Kaffeesatz. Dieser hilft zwar nicht bei einer akuten Verstopfung, soll aber bei der Vorbeugung von Gerüchen unterstützen. Wichtig ist hierbei allerdings die Menge an Kaffeesatz – zu viel kann selbst Verstopfungen des Rohres hervorrufen. Demnach sollte diese Methode nur bei wirklichen freien Abflüssen eingesetzt werden. Weitere klassische Hausmittel finden sich unter https://www.philognosie.net/haushaltstipps/abfluss-verstopft-tipps-hausmittel-den-abfluss-zu-reinigen.

 

Mechanische Methoden – Pömpel, Drahtbürste und Co.

 

Wenn der Abfluss bereits verstopft ist, dann können mechanische Vorgehensweisen eine große Hilfe sein. Der Klassiker ist in diesem Zusammenhang der sogenannte Pömpel oder Pümpel, der auch als Saugglocke bezeichnet wird und bereits für wenige Euro im Baumarkt erhältlich ist. Mit dem Pömpel lässt sich ein Unterdruck erzeugen, der dafür sorgt, dass sich sogar hartnäckige Verstopfungen lösen. Der Pömpel ist bestens geeignet, um auch vorbeugend zum Einsatz zu kommen. Dasselbe gilt für die Methode, bei dem der Siphon abgeschraubt wird. Besonders bei Waschbecken in Badezimmer und Küche ist dies besonders einfach möglich. Wer den Siphon abschraubt, kann Haare und andere Verstopfungen einfach und unkompliziert entfernen, wobei es sich empfiehlt hierbei Handschuhe zu tragen. Auch eine Draht- oder Flaschenbürste erweist sich als sehr effektives Mittel. Der Siphon in Dusche und Badewanne sollte wiederum ausschließlich von einem Fachmann geöffnet und gereinigt werden, da beides nicht ohne weiteres zugänglich ist und es ansonsten im schlimmsten Fall zu versteckten Wasserschäden kommen kann.

 

Prävention ist übrigens bei Abflussverstopfungen noch immer die beste Methode: Einfach mithilfe eines kleinen Siebs dafür sorgen, dass möglichst wenige Haare oder Essensreste in den Abfluss geraten. Und bei hartnäckigen Verstopfungen empfiehlt es sich einen Profi zu kontaktieren, wobei dies im besten Fall vorab mit dem Vermieter abgesprochen werden sollte. Dieser ist bisweilen dazu verpflichtet die Kosten für die Reinigung zu übernehmen.

 

Fotocredits:

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09. Jul 2016  Comments [1] | Email | Nach oben
Kategorie:
Hermann222
Wednesday, 26 April 2017 12:53
Ein Abfluss verstopft bei korrekter Benutzung und Pflege nicht. Das Wasser in der Dusche oder Badewanne fließt schlecht ab, ja warum? Im Badezimmer riecht es neuerdings muffelig? Vorbeugen ist immer am besten und zwar am Eingang vom Abfluss ein Haarsieb setzen dazu einen Kunststoffhaarentferner verwenden (gibt es als Set zu kaufen). Die Abflussrohre einer Duschkabine können schnell verstopfen, denn gerade in einem Duschsystem sind die Rohre häufig verschlungen und verwinkelt.


Hier reichen unter Umständen schon die Haare, die jedem zwangsläufig beim Duschen ausgehen. Auch Flusen, die nach dem Tragen von Baumwollsocken oder Strümpfen noch zwischen den Zehen und unter dem Fuß hängen. Aber auch Schmutz, Fett und Kalkablagerungen finden sich häufig im Duschabfluss wieder. Die erste Folge einer Verstopfung. Das Wasser fliest nicht mehr schnell genug ab.​

Beim Duschen merkt man, dass sich die Duschtasse langsam mit Wasser füllt. Man sollte kurzfristig nachdenken, sofort den Abfluss (jetzt lesen) zu reinigen. Natron kann sehr wohl helfen. Natron in den Abfluss​ streuen und ein wenig kochendes Wasser drauf.

Einwirken lassen und dann nachspülen. Ansonsten Saugglocke oder eine Chemiekeule nutzen. Meist geht mit der ersten Verstopfung auch gleich ein unangenehmer Geruch einher. Einige Zeit später, wenn sich die Verstopfung erst erhärtet hat, bleibt das Wasser in der Dusche oft Minuten- bis stundenlang stehen. Spätestens jetzt sollten Sie eine Reinigung des Rohrsystems der Dusche in Angriff nehmen, da immense Folgeschäden drohen.​

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