Schuettung als Dampfbremse

Frage: Hallo, ich habe keine passende Antwort auf meinen speziellen Fall finden können, ich hoffe Sie können mir weiterhelfen. In unserem Haus (BJ. 1935) soll das Dach gedämmt werden. Ein bekannter von uns, der Dachdeckermeister war, hat das für uns gemacht. Es ist eine alte Holzbalkendecke mit einer Schüttung. Er hat nur ein Teil der Schüttung rausgenommen und darüber Glaswolle als Dämmung verlegt. Darüber will er nun eine Folie anbringen und darüber Gibsplatten. Aus finanziellen Gründen, müssen wir darauf achten es so günstig wie möglich zu machen, aber dennoch soll es vernünftig werden und keinen Schaden verursachen. Ich war der Meinung, dass unter die Dämmung auch noch eine Folie, als Dampfsperre angebracht werden muss, doch er erklärte, das sei nicht notwendig, weil ein Teil der alten Schüttung diese Funktion übernehmen würde. Ist das richtig? Vielen Dank!!

Antwort: Nein, das ist gefährlicher Unfug. Ob Ihr Bekannter diese Aussage aus Unwissenheit oder aus Bequemlichkeit getroffen hat, kann ich nicht beurteilen.
16. Jan 2012  Comments [1] | Email | Nach oben
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Rhombusschalung ohne Fugen

Frage: Danke Herr Schelzel für diese sehr informative Website! Ich will selbst an ein kleines EFH (nur24er Ziegelwand) auch aus Wärmeschutzgründen eine hinterlüftete (Holz)fassade anbringen. WDVS will ich nicht, da ich Styropor nicht vertrage und ich nicht so das Putzgenie bin. Da ich nur einen Dachüberstand von 20 cm habe, wird es allerdings ziemlich eng. 10cm Dämmung + 2,4 (laut ihren Angaben eher 3cm Konterlattung/Hinterlüftung)+ Schalung. Da ja nicht viel Platz ist, würde ich rautenförmig gesägte Bretter verwenden (da fällt ja der Deckel oder das Gestülpte weg und ich könnte einlagig arbeiten). Eine Fuge zwischen den Brettern wurde ich allerdings am liebsten weglassen. Was halten Sie davon? Gibt doch bestimmt Ärger wenn die Bretter bisschen quellen. M.M. nach muß man bei der Rautenschalung auch das Herz nach außen drehen. Ist dieses Werbebild der Rautenschalung (auch der Bergischen) also nicht ganz vorbildlich? http://www.ferdi-hombach.de/11_profile.html Schöne Grüße aus Thüringen

Antwort: Ja, das Herz sollte immer außen sein. Lernt der Zimmerer im 1. Lehrjahr, der Sägewerksmitarbeiter, so er denn eine Ausbildung genossen hat, offensichtlich nicht immer.
15. Jan 2012  Comments [1] | Email | Nach oben
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Senkrechte Schalung mit offenen Fugen

Frage: Ich möchte die Fassade meines Hauses mit einer offenen Lärchenholzschalung einschließlich Dämmung gestalten. Die Fassadenbretter sollen senkrecht stehen und nach dem derzeitigen Planungsstand soll die Hinterlüftungsebene durch nur eine Lattenschicht, eben die mit den horizontalen Traghölzern realisiert werden. Als Tragkonstruktion für die Dämmung sind vertikale Ständer (10cm) direkt auf die Wand und eine quer dazu angeordnete zweite Schicht mit 6cm-Rahmenholz vorgesehen, abschließend die Solitex-Fassadenbahn. Dann die Wahl der einschichtigen Traglattung, weil die Belüftung kein Problem ist und eingedrungenes herabfließendes Schlagregenwasser immer gleich am nächsten Tragholz (schräg angeschnitten) durch die Lücke nach aussen kann. Meine Frage: Ist dies in sich konsistent oder wurde da irgendwas vielleicht übersehen ?

Antwort: Halte ich für problematisch. Offene Fugen bei einer waagrechten Schalung, am besten aus Rhombusprofilen, sind OK. Da dringt wenig bis kein Wasser ein.
15. Jan 2012  Comments [1] | Email | Nach oben
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Dach innen zusaetzlich daemmen

Frage: zunächst einmal vielen Dank für dieses tolle Angebot hier! Bei meiner Frage geht es um die nachträgliche Verstärkung einer bereits vorhandenen Dachsparrendämmung (8-10cm Steinwolle), Dampfbremse (Papier?) und Holzvertäfelung. Die Sparren sind nicht sehr hoch, es müßten also durchgehende Dämmplatten zusätzlich angebracht werden. Ein Bad mit Leichtbauwänden ist abgetrennt worden, die Wände stoßen von innen vor die Vertäfelung. - Muß ich zugunsten durchgehender neuer innenliegender Dampfsperre wirklich die Trennwände herausnehmen=zerstören oder kann ich auch nur bis zur Wand zusätzlich isolieren? - Funktionieren auch 2 Dampfbremsen hintereinander oder muß ich die alte Schicht durchlöchern?

Antwort: Zwei Dampfsperren hintereinander funktionieren theoretisch schon, aber nur wenn die neue absolut dicht abgeklebt wird. Sollte natürlich ohnehin so sein, aber falls es doch eine undichte Stelle gibt, haben Sie die Feuchtigkeit in der neuen Dämmschicht zwischen den beiden Dampfsperren.
15. Jan 2012  Comments [0] | Email | Nach oben
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Dach umdecken und daemmen

Frage: Hallo, bei dem von uns gekauften Haus ist eine Erneurung des Dachs notwendig (der Dachstuhl an sich ist noch in Ordnung, aber Ziegel etc. müssen gewechselt werden. Gleichzeitig wollen wir das Dach dämmen lassen, um Energie zu sparen und eventuell später einen Ausbau vorzunehmen. Wie ist nun die günstigste Vorgehensweise ? Dachdecker bitten sich das Dach anzusehen und ein Angebot zu erstellen ? Einen Architekten bitten die Planung zu machen ? Oder ganz anders ? Schon mal vielen Dank für Eure Hilfe

Antwort: Als erstes würde ich keinen Dachdecker um ein Angebot bitten, sondern eine Zimmerei, da Sie auch dämmen möchten. Das muss inkl. Dampfbremse etc. schon richtig gemacht werden und wird normalerweise vom Zimmerer gemacht. Dachdecken können die auch.
15. Jan 2012  Comments [0] | Email | Nach oben
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Muffige Luft durch feuchte Aussendaemmung

Frage: Ich habe vor 4 Jahren eine Doppelhaushälfte in Holzständerbauweise gekauft. Das Haus wurde 1995 errichtet und hatte folgenden Wandaufbau (von Innen nach Außen): Im Bereich des Untergeschosses Gipskartonplatte 15mm Dampfsperre (blaue Folie) Spanplatte 16 mm Holständer/ Dämmung mit Mineralwolle 160mm Spanplatte 16 mm Styropor 6 cm Putzträger Mineralischer Außenputz 2 mm Obergeschoss Gipskartonplatte 15mm Dampfsperre (blaue Folie) Spanplatte 16 mm Holständer/ Dämmung mit Mineralwolle 160mm Spanplatte 16 mm Lattung 40 mm Deckelschalung Da die Deckelschalung an der Wetterseite stark angewittert war, haben wir vor 2 Jahren eine neue Schieferfassade vorgehängt. Dazu haben wir den Höhenunterschied zwischen der Styropordämmung im Untergeschoss und dem Obergeschoss mit Mineralwolle und zugehöriger Lattung ausgeglichen. Zusätzlich haben wir im gesamten Fassadenbereich noch mal 40mm mit Mineralwolle aufgedämmt. Dann eine horizontale Bretterschalung vorgehängt und darauf eine diffussionsoffene Dichtungsbahn aufgebracht. Anschließend haben wir die Schiefer angeschlagen. Die gesamte Konstruktion ist somit nicht hinterlüftet (kein Luftspalt ausgeführt). Die Baufirma hat uns gesagt, dass anfallendes Tauwasser durch die diffussionsoffene Dichtungsbahn entweichen und somit keine Durchfeuchtung auftreten kann. Allerdings habe ich festgestellt, dass wir seit ca. 1 Jahr "schwere, muffige Luft im Wohnzimmer" haben; insbesondere dann, wenn die Tür zum Flur geschlossen ist und bei starker Sonneneinstrahlung. Meine Frage ist, ob die fehlende Hinterlüftung die Ursache für den Geruch sein könnte? Ich habe auf dem Dachboden vergangene Woche eine Kontrollbohrung gemacht. Dabei habe ich allerdings keine Auffälligkeiten in der inneren Dämmung (zwischen den Spanplatten - Ausfachung der Holzständer) finden können. Auch ist die äußere Dämmschicht von unten offen gestaltet (Abschluss mittels Lochblech), und es tritt kein Tauwasser aus.

Antwort: Wenn es muffig riecht, liegt die Vermutung nahe, dass etwas feucht ist. Würde da schon mal auf die Außendämmung tippen.
14. Jan 2012  Comments [0] | Email | Nach oben
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Neue Werkplaene nach Umplanung

Frage: Wir haben bereits unser EFH in BW (Kreis LB) mit Quergiebel (Hausbreite: 10,35m, davon Quergiebel 3,45m breit)geplant. Aufgrund der Überlegung später eine Photovoltaikanlage aufs Dach zu setzen möchten wir den Quergiebel in ein Schleppdachgiebel ändern. Bedarf es hierzu eines Statikers und neuer Werkpläne?

Antwort: Selbstverständlich! Was glaubt Ihr, was wir (die Planer) hier machen? Kinderfasching, damit alles eben rechtlich seine Ordnung hat? Hätte es in Ihrem Fall dann auch nicht mehr ohne Umplanung, nur mal ganz am Rande.
13. Jan 2012  Comments [0] | Email | Nach oben
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Durchdringung Dampfbremse

Frage: Hallo, zu allererst: Vielen Dank für die Möglichkeit Ihnen Fragen stellen zu können/dürfen! Super!!! Nun zu meiner Frage: Wir planen den Kauf/Bau eines Fertighauses in Holzständerbauweise. Wir sind noch unentschlossen bzgl. Wandaufbau - einige Hersteller haben eine Dampfdiffusionssperre bereits nach ca 15-20mm (also in Nagel- und Schraubenreichweite), andere erst nach einer Vorgebrachten "Installationsebene" (also ca. 500-800mm total). Frage: Ist das Einbringen von Nägeln bzw Schrauben in bzw durch die Dampfdiff-sperre (für Bilder, Schränke, Küchenschränke, etc) in der Tat so schädlich für die Haltbarkeit der Wand/des Hauses? Unsere Infos widersprechen sich hier natürlich je nach Hersteller: SCHÄDLICH: weil Dichtigkeit nicht mehr gegeben, Feuchtigkeit eindringt etc. UNSCHÄDLICH: weil Dampfdiff.bremse eh getackert oder fest genagelt wird, außerdem Löcher nur eine marginalen Anteil der Dichtigkeit zerstören würden WAS STIMMT???? Vielen Dank nochmals für Ihren Service und Ihre Antwort im voraus!

Antwort: Zum Einen: Löcher in der Dampfbremse sind wirklich weniger schädlich als beispielsweise Schnitte/Risse oder unzureichend verklebte Anschlüsse, gut sind sie aber sicher auch nicht. Zum anderen: die Tackerstellen gehören abgeklebt.
13. Jan 2012  Comments [0] | Email | Nach oben
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